Masterplan Emscher Zukunft

Unbelastet, naturnah, zukunftsfähig: Der Masterplan für die Emscher wirkt als Impuls des städtebaulichen Wandels für die Industrieregion Ruhrgebiet.

AUFTRAGGEBER
Emschergenossenschaft

FERTIGSTELLUNG
2020

GRÖSSE
85 km Flusslauf, 4.000 Hektar

ZUSAMMENARBEIT
RMP Landschaftsarchitekten, Bonn 
Landschaft Planen und Bauen, Berlin 
Post und Welters, Dortmund

 

AUSZEICHNUNGEN
Deutscher Landschaftsarchitekturpreis 2013

Sonderpreis Infrastruktur und Landschaft, Preisträger

Deutscher Städtebaupreis 2012, Sonderpreis, Preisträger

Best-Practice-Preis 2007 für Raumplanung und Stadtentwicklung, Anerkennung

FOTOCREDITS
Emschergenossenschaft / ASTOC (2, 4, 5)
Jochen Tack (1)
Rupert Oberhäuser (3)

 

Die Emscher fließt im Ruhrgebiet durch 13 Städte, brachliegende Industriegebiete und malerische Kulturlandschaften bis sie nach 83 km in den Rhein mündet. Ehemals ein natürlicher Fluss, nutzten Gruben und Haushalte die Emscher seit der Industriealisierung als begradigte Abwasserinne, die der Volksmund auch „Köttelbecke“ nannte. Der Masterplan Emscher-Zukunft formt aus dem stark verschmutzten Gewässer eine mäandrierende Flusslandschaft mit Biotopen und attraktiven Orten zum Wohnen und Arbeiten. Ausgedehnte Rad- und Fußwanderwege erschließen den Landschaftsraum von der Quelle bei Holzwickede bis zur Mündung bei Dinslaken-Eppinghoven für Kunst, Kultur und Freizeit.

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Startschuss der vielfach preisgekrönten Renaturierung und Umgestaltung des Emschergebiets war der imposante Neubau eines 51 km langen, unterirdischen Abwasserkanals mit mehreren Pumpwerken. Mehr als 200 Planungswerkstätten begleiteten einen Prozess, der den gesamten Laufkorridor der Emscher im Maßstab 1:10 000 analysierte und gleichzeitig im Dialog die Belange der Stakeholder einbezog. Der Masterplan dient als Drehbuch für alle Akteure und ist als informelles Planwerk Grundlage des Planungsrechts und der Hochwasserschutzmaßnahmen der beteiligten Kommunen. Als grünes Rückgrat des Reviers verbindet die Flusslandschaft heute Ankerpunkte der Industriekultur, Landmarken, Kulturstätten, Veranstaltungszentren, Naherholungseinrichtungen und Sportanlagen, die immer nah beieinanderlagen und doch stadträumlich nicht verknüpft waren.

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