Klagesmarkt Hannover

Wir haben die wunden Punkte in der Innenstadt aufgespürt, vielleicht ein bisschen frech für hiesige Verhältnisse. Uwe Bodemann, Stadtbaurat Hannover

BAUHERR
Landeshauptstadt Hannover

FERTIGSTELLUNG
2012

GRÖSSE
8 Hektar

ZUSAMMENARBEIT
johannes böttger büro urbane gestalt landschaftsarchitekten, Köln
BPR Kühne & Partner, Hannover

AUSZEICHNUNGEN
Deutscher Städtebaupreis 2018, Auszeichnung

polis Award 2018, Kategorie: Urbanes Flächenrecycling, 2. Preis

FOTOCREDITS
ASTOC / Johannes Böttger (1, 5)
Thomas Langreder (2 - 4)
Landeshauptstadt Hannover (6)
Architekten BKSP (Lageplan)

ARCHITEKTUR
Architekten BKSP, Hannover
Architekturbüro pk nord, Hannover
ksw architekten + stadtplaner, Hannover
KIEFER + KIEFER ARCHITEKTEN, Sarstedt
pfp architekten Prof. Friedrich, Hamburg
GrünPlan, Dortmund

 

Mit einem überdimensionierten Kreisverkehr und breiten Straßenprofilen war der Klagesmarkt in Hannover ein geschichtsträchtiger Ort, der seit dem 14. Jahrhundert als Marktplatz und Schauplatz politischer Großveranstaltungen diente. Der Entwurf von ASTOC organisiert den Platz in einem menschlichen Maßstab neu und schafft lebendige Wegeverbindungen mit den angrenzenden Quartieren. Heute bietet der Stadtplatz als Fußgängerzone Raum für Veranstaltungen und lädt zum Flanieren ein. Im Rahmen des Innenstadtkonzepts "Hannover City 2020+" ist der Umbau des Klagesmarkts in ein Wohnquartier mit hoher stadträumlicher Qualität ein erster Baustein, dem weitere folgen sollen.

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ASTOC überzeugte mit einem städtebaulichen Entwurf, der den gesamten öffentlichen Raum zwischen Steintor und Christuskirche "von Fassade zu Fassade" gestaltet und durch zwei Baublöcken neu ordnet. Mit einem Hochbauwettbewerb stieß die städtische Wohnungsbaugesellschaft die Realisierung der Gebäude an. Entstanden ist ein Stadtbaustein mit beispielgebender Dichte und Nutzungsmischung, bei dem sich die Gebäude durch die Handschrift der beteiligten Architekten markant unterscheiden. Der Rückbau des Kreisverkehrs und der Verkehrsprofile schaffte Raum für einen Marktplatz und die Umwandlung des St.-Nikolai-Friedhofs in einen Quartierspark. Als historische Spur formen die vorhandenen Grabmale ein Lapidarium. Rund um die Ruinen der Friedhofskapelle wurde der Grundriss erneut sichtbar gemacht. 

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