GRÜNER WEG
KÖLN

Wohnen und Arbeiten dort, wo es keiner für möglich gehalten hätte: Ein neues Quartier auf einem ehemaligen Industriegelände.

AUFTRAGGEBER
GAG Immobilien AG, Köln

FERTIGSTELLUNG
2016

GRÖSSE
37.000 qm BGF

ZUSAMMENARBEIT
Lorber Paul Architekten, Köln
Molestina Architekten, Köln
scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf

AUSZEICHNUNGEN
Deutscher Bauherrenpreis 2018

polis Award 2017
Kategorie: Soziale Quartiersentwicklung, Anerkennung

Deutscher Landschaftsarchitekturpreis 2017, Nominierung

FOTOCREDITS
Jens Willebrand (2 - 4, 6)
Ralf Berndt (1, 5)

Das Quartier Grüner Weg etabliert nur wenige Schritte vom Kölner Bahnhof Ehrenfeld zentrumnahes Wohnen und Arbeiten auf einer ehemaligen Industriefläche. Viele Jahre lag das Gelände einer Fabrik für Destillationsanlagen nach dem Abriss brach. Erst eine städtebauliche Studie von ASTOC machte das Potential des hervorragend angebundenen Standorts für eine Wohnnutzung deutlich. Die Maßstabssprünge in der Nachbarschaft ließen zunächst keine Wohnqualitäten vermuten. Heute behaupten sich fünfzehn kubische Gebäude mit hoher Dichte und differenzierten Grünflächen in der heterogenen, rauen Umgebung. Eine Zufahrt zu einem Baumarkt mitten durch das Grundstück und die benachbarten Hallen mit geräuschintensivem Gewerbe prägen die Ausrichtung der Gebäude. Mit Blick auf die drängende Wohnungsbauproblematik hat die Erfolgsgeschichte Grüner Weg weiteren Wohnprojekten an schwierigen Standorten den Weg geebnet.

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Im vorderen Teil des Grundstücks am Melatengürtel bilden das Kölner Künstler Theater mit einem Café und eine Kindertagesstätte beliebte Treffpunkte. Einzelhandelsflächen in den Erdgeschossen beleben die Punkthaustypologie mit bis zu sechs Etagen. Die oberen Geschosse beinhalten vielfältige geförderte wie auch freifinanzierte Wohnungstypen und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Demenzkranke. Im hinteren Bereich des Grundstücks bieten vier Gebäude Gewerbe- und Büroflächen vornehmlich für Unternehmen der Kreativwirtschaft und Start-ups. Öffentlich zugängliche Grünanlagen mit differenziert gestalteten Spielplätzen und Sitzecken unterstreichen als verbindende Elemente die urbane Qualität. Durch die verwandte und doch verschiedene Architektursprache von ASTOC, Lorber Paul Architekten und Molestina Architekten gleicht kein Haus dem anderen und doch fügen sich alle Elemente zu einem unverwechselbaren Ganzen.

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