D-Hamburg Hofquartier, HafenCity Hamburg
Um in der Hamburger HafenCity auch günstigere Wohnungen anbieten zu können, wurde am Dalmannkai, südöstlich des Sandtorparks, ein geschlossener Block mit erschwinglichen Wohnhäusern geplant und gebaut. Zwischen einer Schule und einem Kraftwerk am Magdeburger Hafen gelegen, sollten ursprünglich vier bis fünf Wohnhäuser auf kleinen Parzellen gebaut werden, die das preisliche Spektrum für Wohnungen in der HafenCity erweitern. Weil die örtliche Baupolitik zugleich Baugruppen fördern wollte, wurde das Grundstück („Baufeld 4“) in nur zwei Teile geteilt: Die östliche Hälfte wurde einer Baugruppe zugeschlagen (Entwurf: Iris Neitmann, Hamburg) und für die westliche wurde von ASTOC ein siebenstöckiges Wohn- und Geschäftshaus geplant. Das Haus illustriert als Bautyp die städtebaulichen Leitvorstellungen von ASTOC für diesen Teil der HafenCity: Im Erdgeschoss gibt es einen Laden und vier zweigeschossige Home-Office-Lofts, in denen Selbständige leben und arbeiten können. In den vier Etagen darüber liegen je vier Wohnungen, die als Zweispänner organisiert sind. Der Grundriss erlaubt es, dass die Schlafräume nach Norden zum Hof und die Wohnräume nach Süden zur Straße hin orientiert werden können. Die Eigentumswohnungen sind zumeist um die 60–80 Quadratmeter groß und haben damit genau die richtige Größe für Singles oder Paare und bleiben dennoch bezahlbar. Da es nur wenige tragendeWände gibt, konnte der Innenausbau sehr individuell erfolgen. Die obersten beiden Etagen bieten große Penthouse-Wohnungen über zwei Stockwerke. Zur Straße hin präsentiert sich das Haus mit einer einfachen Lochfassade, die durch die verschiedenen Farben der verwendeten Ziegel lebendig wirkt.
Die Wohnbebauung hat gezeigt, wie dringend Städtebau Koordination benötigt. Auch wenn sich nicht alle Vorstellungen vom bürgerlichen Bauen auf kleinen Parzellen durchsetzen ließen, so orientiert sich der Entwurf dennoch an seinen Nachbarn: Einem Wohnhaus vom Büro KBNK (Kähne Birwe Krause Nähring) aus Hamburg, mit dem es eine gemeinsame Tiefgarage teilt, und der nahen Katharinen-Schule von Spengler & Wiescholek, Hamburg.
Örtliche Repräsentanz: Kunst + Herbert, Hamburg
Fotos: HG Esch, Hennef
PROJEKTDATEN
AuftraggeberHofQuartier GmbH & Co. KG (DS Bauconcept GmbH / Wernst 1. Beteiligungs GmbH)
Planungs- und BauzeitPlanung 2008-2009
Realisierung 2009-2011
GrößeBGF: 3.400 qm
MitarbeiterJohannes Groote, Cathérine Minnameyer, Michael Rosemann, Bernhard Schumann
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